THEMA ORT

Die Konzeption des gesamten Projekts ist, wie oft bei den Arbeiten von Hiesl und Kaiser, durch die Ansiedlung im öffentlichen bzw. halböffentlichen Raum geprägt.
So liefern die vieldeutigen Spezifika der jeweiligen Aktionsorte in Köln und Peking nicht nur das Ausgangsmaterial für künstlerische Interventionen, sondern fließen ganz wesentlich in die weitere künstlerische Auseinandersetzung von china-hair-connection Peking-Köln ein.

In Köln haben sich Hiesl und Kaiser für das Eigelstein-Viertel als Aufführungsort entschieden: ein traditionsreiches Kölner Veedel, nur wenige Minuten von Dom und Hauptbahnhof entfernt, ehemals Rotlichtbezirk, mit Spuren bis in die Römerzeit. Heute ein Mischgebiet aus Handel, Gewerbe, Gastronomie und Wohnnutzung, das besonders durch seine multikulturelle Bewohnerstruktur von offener Lebendigkeit ist.

Ein Viertel mit viel Flair, in dem die Errungenschaften öffentlicher Infrastruktur deutlich zu spüren sind: Straßen, Bahntrassen und Schienen für Fahrzeuge, Passanten und Warenverkehr tangieren, teilweise dicht gedrängt auf mehreren Ebenen, das Gebiet.
Das öffentliche, ober- und unterirdische Wegenetz pulsiert als kreuz und quer verlaufende Transitstrecke am Rande des Viertels und erzeugt Tempo, Dynamik und Fluktuation. Im Herzen des Viertels befinden sich kleine ruhige Straßen und Plätze. An vielen Stellen sind, in Folge der Verkehrs- und Bauplanungen, Schnittflächen und Restsegmente entstanden, die als unwirtliche, urbane Unorte auftauchen.

 

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